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And now for something completely different.

15. Januar 2010

Die kleinkram so:
Tja. Da wären wir also beide wieder zurück, der pjakobs und ich, und haben jeder ein halbes Herz in Neuseeland gelassen, in Aotearoa, dem Land der langen weißen Wolke. Mindestens! Für mich waren es unfassbar vielseitige vier Wochen: Strände und Meer gab es ebenso wie dichte Regenwälder, sanfte Hügel mit der gesamten verfügbaren Farbpalette in Grün, hohe Alpenpässe, zerfurchte Gletscher, Sounds voller Wasserfälle, die aufgewühlten Fluten der tasmanischen See. Dazu ein paar kleine Käffer mit einer einzigen Straße, triefend vor Trostlosigkeit, Touristenorte mit ohne Flair, dann aber auch Spaßtown Queenstown (ebenfalls touristisch, aber geil), die City of Sails, Auckland, mit dem tollsten Müsli des Planeten im Verve-Café im Stadtteil Parnell. Und natürlich very windy Welllington, das mein Herz nach einem echt schlechten Start aber sowas von erobert hat. Mit seiner relaxed-stilsicheren Art, der Mac’s Brewery und dem fantastischen Te Papa-Museum. Vor allem mit diesen unglaublich entspannten und herzerwärmend freundlichen Menschen, nicht nur in Wellington, sondern fast überall. Ja, dort würde ich gerne leben. Bis es soweit ist, muss es beim Urlaub bleiben. Seien wir aber ehrlich: Der Weg dorthin ist eine Quälerei. Und während auf der Hinreise wenigstens noch die Vorfreude mitfliegt, möchte man auf dem Rückflug einfach nur noch die bunt bedruckte Tüte aus dem Gepäcknetz… Ihr versteht.

Aber jetzt erst mal: Back to business at usual. Winter, Schnee, die eigene Couch, der Job, volles Kontrastprogramm. Garniert mit Freunden und Familie und ein bisschen Post-Weihnachtsgefühl. Und soll ich Euch was sagen? Jetzt, gerade, im Moment würde ich nicht tauschen wollen. Aber bald wieder. 😉

♦ ♦ ♦

Und der pjakobs so:
Ich bin ja nun schon ne Weile länger wieder im winterlichen Deutschland als Frau Kleinkram und hatte vier Wochen lang die Möglichkeit, zumindest in Gedanken mitzureisen. Es war schön, zu erleben, wie wir manches gleich und manches anders gesehen haben. Ich habe mich gefreut zu hören, daß meine Erfahrungen mit den Menschen eben nicht auf mich beschränkt waren und dass Frau Kleinkram nebst Begleitung bei Tim ganz selbstverständlich als Freunde aufgenommen wurde.

Gestern saß ich nun mit einem Freund, den ich lange nicht gesehen hatte, bei meinem Lieblingsitaliener und wir kamen natürlich auch auf Neuseeland zu sprechen. Was antwortet man auf die Frage „Lohnt es sich, dahin zu fliegen?“ Im Nachhinein war ich erstaunt, sicher hab ich ihm von der Landschaft erzählt, die sich alle paar Kilometer verändert, vom Licht, vom grünen Meer, aber am meisten hab ich davon gesprochen, wie sehr die Menschen mich beeindruckt hatten. Das ist es, was mir am meisten hängengeblieben ist: Tony und seine Freundin, die das Roseland Motel in Tauranga betreiben,  Hillsy, der in Gisborne mein Auto restauriert hat, Paul, der Betreiber des Blue Water Motel in Tairua, der gar nicht verstehen konnte, dass ich ihm meinen Fotorucksack zum Aufbewahren geben wollte. „Welcome to the Coromandel, where nothing ever happens“ meinte er. Natürlich die „Heldin“ dieser Geschichte.  Von ein paar dieser Menschen hab ich hier erzählt, es gab noch einige mehr und es waren wirklich ausnahmslos angenehme Begegnungen.

Werde ich wiederkommen? Sicher, die ganze Südinsel will ja noch erkundet werden. Mein erster Impuls war sogar, schon im Februar wieder hinzufliegen, was aber leider an den Finanzen und der Zeit scheitern musste.

Was habe ich gelernt? Vielleicht den nettesten Satz, den man zu Fremden sagen kann:
„No worries, mate”, gerne auch mal gesteigert zu „No worries at all, mate.”

Was würde ich anders machen? Ich würde wohl versuchen, noch langsamer zu reisen. Ich bin an vielen Orten vorbeigefahren, die wesentlich mehr Zeit verdient hätten. Ich hab ein paar Mal gesagt, ein Esel wäre wohl das bessere Fortbewegungsmittel. Werde ich also beim nächsten Mal statt eines Autos einen Esel mieten? Wohl kaum. Oder doch?

Auf Wiedersehen, Neuseeland, bis bald. Oder um es mit den Maori zu sagen:

E noho rā, Aotearoa,
kia ora, Aotearoa

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3 Kommentare leave one →
  1. 15. Januar 2010 13:17

    Danke euch beiden für die Mitreise! Und hoffentlcih auf weiteres Phono-Travelling….

  2. 15. Januar 2010 13:22

    Liebe Manomama,

    dich dürfen wir wohl als treueste Hörerin krönen. Wir danken sehr dafür! Weil’s unabhängig vom Spaß an der Freude auch immer des Feedbacks bedarf und dem Dialog mit dem Publikum. Schauen wir mal, welche weiteren Urlaubsziele 2010 avisiert werden und wer uns vielleicht als nächstes in die weite Welt entführen möchte. Wir sind nicht zu allen, aber zu ziemlich vielen Schandtaten bereit! 🙂

  3. 21. Januar 2010 23:01

    Ihr glaubt gar nicht, was ich heut endlich geschafft habe: Ich hab all die Ferngespräche nachgehört, die Ihr während meiner Reha geführt habt. Und es war ein herrliches Erlebnis. Ich mußte mich hin & wieder zusammenreißen, in der Bahn nicht laut aufzulachen. Sicherlich hab ich mir Eure Geschichten nicht zum letzten Mal angehört. Soooo schön! Ich hatte das Gefühl, mit dabei zu sein. Diese sprachlosen „Wows“ von Peter waren genau mein Empfinden während Deiner Erzählungen, Kathrin.

    Vielen herzlichen Dank für Eure Mühen & daß Ihr uns daran habt teilhaben lassen. Ich kann mich nur wiederholen:

    Soooooo schön!!!! Einfach traumhaft!

    Ich freu mich schon jetzt auf die nächsten Ferngespräche.

    Danke, danke, danke!

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